Platons Staatstheorie

Viele Menschen glauben, daß das, was heute geschieht, sich rein zufällig ereignet. Es passiert ebenso aus dem Nichts heraus und dem ist eben so. Nicht verwundern kann dann auch die mittlerweile vorherrschende Überzeugung der Massen, daß ALLES aus NICHTS heraus explodiert ist und sich seitdem immer weiter ausdehnt, bis es dann irgendwann einmal wieder in das NICHTS zurückfällt und dann wohl wieder explodieren muß (Urknalltheorie). Schwarze Löcher sind in keinster Weise bewiesen, das schwarze Loch, in das wir als Menschen stürzen, schon.

Ein weiterer kleiner Mosaikstein hin zum Bild des Verstehens, ist Platons Staatstheorie, wie er sie in seinem ‘Politeia’ dargelegt hat. Meiner Erkenntnis nach dürften diese Schriften der Ursprung der Ideen einer Neuen Weltordnung darstellen.

Zitat:

Platon ist ein Gegner der Volksherrschaft. Die Grundfehler der Demokratie liegen für ihn in einem Übermaß an individueller Freiheit zu Lasten des Gemeinwesens und in der politischen Teilhabe unvernünftiger, eigennütziger Personen. Seine Staatstheorie verrät deutlich Züge eines bevormundenden Geistes, der das Individuum zu einem Glück zwingen will, dessen Sinn ihm verborgen ist und wohl auch verborgen bleiben wird (Andreas Graeser: Die Philosophie der Antike 2, 1993, S. 198). Gegenstand seiner Staatstheorie ist die konsensuale Grundordnung eines Stadtstaats (polis). Dabei spricht sich Platon zumindest teilweise, nämlich beim Stand der Wächter, für die Aufhebung der Privatsphäre, die Auflösung der Familie und die Abschaffung des Privateigentums aus. Seine Befürwortung der Euthanasie, die noble Lüge als legitimes Mittel der Politik (Platon, Politeia 389b) sowie die Lebensweise des Wächterstands wirken autokratisch, ebenso das generelle Verbot der überlieferten Dichtung und das Verbot der verweichlichenden oder enthemmenden Musik. Platon gehört zu den Vordenkern einer biologistischen Eugenik. Er plädiert ausdrücklich dafür, bestimmte wünschenswerte Eigenschaften von Menschen durch gezielte Kombination elterlicher Merkmale zu züchten (Platon, Politeia  458c-461e). Die Staatstheorie Platons ist deshalb im 20. Jahrhundert massiv kritisiert worden (vgl. Christoph Horn: Politische Philosophie, in: ders., J. Müller, J. Söder (Hrsg.), Platon-Handbuch, 2009, S. 178 f).

January 8, 2019

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