Wer steckt hinter der transhumanistischen Kunstfigur Macron?

Erschienen am 4.12.2018 auf unzensuriert.at

Jacques Attali – Macrons einflussreicher Berater

Jacques Attali - der „Erfinder“ von Emmanuel Macron will noch mehr Einwanderung aus Afrika. Sein Zögling steht nun aufgrund der Massenprosteste schwer unter Druck. Foto: ActuaLitté / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)

Jacques Attali – der „Erfinder“ von Emmanuel Macron will noch mehr Einwanderung aus Afrika. Sein Zögling steht nun aufgrund der Massenprosteste schwer unter Druck.
Foto: ActuaLitté / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)4. Dezember 2018 – 1:04

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Frankreich

Seit Mitte November steht Frankreich im Zeichen von Massendemonstrationen und Straßenblockaden der „Gelben Westen“. Trotz der jüngsten Gewalt hält eine große Mehrheit der Franzosen die Proteste nach wie vor für legitim, zumal sie Steuersenkungen und Mobilität auch für Diesel-Fahrer fordern – Themen, die die Leistungsträger im Land betreffen. Am Wochenende solidarisierten sich schließlich Polizisten und Feuerwehrmänner mit den Demonstranten.

Macrons Berater – eine Analyse

Der Protest zielt vor allem gegen Staatspräsident Emmanuel Macron und seine Politik. Maßgeblich dafür verantwortlich ist sein Berater Jacques Attali. Er ist in Frankreich so etwas wie ein linker Salon-Guru. Die Linke liegt ihm zu Füßen, und auch so mancher Bürgerlicher starrt wie gebannt auf ihn. In den vergangenen 40 Jahren ging er bei allen französischen Präsidenten ein und aus. Als Globalist forderte er im Wochenmagazin L’Express, dass Millionen von Afrikanern in Europa „Asyl“ finden sollen, weil das „in unserem Interesse ist“.

Verwaltungshochschule ENA, Kaderschmiede französischer Politiker

Frankreich betrat Attali erstmals 1956 im Alter von 13 Jahren, als seine jüdische Familie auf die andere Seite des Mittelmeers übersiedelte. Es folgte ein Bilderbuchaufstieg. Er wächst in einem Pariser Nobelviertel auf und besucht ein „feines“ Gymnasium, wo Laurent Fabius sein Mitschüler ist. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften absolviert er Frankreichs Elite-Verwaltungshochschule ENA, Abschlussklasse „Robespierre“. An der ENA wird der Kern der hohen Beamtenschaft und künftigen Entscheidungsträger des Landes ausgebildet. Es herrscht ein Corpsgeist über Parteigrenzen hinweg.

Die ENA hat ihren Sitz neuerdings nicht mehr in Paris, sondern in Straßburg. Der Umzug zeigt untrüglich an, in welche Richtung der Zug rollen soll.

Berater von Sozialisten und Bürgerlichen

1974 wird Attali Berater des sozialistischen Oppositionsführers und späteren Staatspräsidenten François Mitterrand. Kurioserweise war Attali in den vergangenen Jahren nicht nur Berater des Sozialisten François Hollande, sondern auch des bürgerlichen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy. Zuvor wurde er 1989 mit der Errichtung der 1991 offiziell gegründeten „Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung“ (kurz EBWE) beauftragt und deren erster Präsident.

Projekte „für eine neue Weltordnung“

1994 gründete er „Attali & Associés“ als internationales Beratungsunternehmen für „Finance Engineering“ und Übernahme und Kauf großer Unternehmensgruppen. 1998 gründete er zusätzlich „PlaNet Finance“, ein internationales Beratungsunternehmen für Mikrofinanz-Institutionen und für die Entwicklung von NGO-Aktivitäten im Sinne der Projekte „für eine neue Weltordnung“, so die französische Presseagentur Medias-Presse.info. Das Unternehmen, dessen Vorstand sich aus Vertretern der Hochfinanz zusammensetzt, war 2015 in 88 Staaten aktiv. Heute dürften es noch einige mehr sein. Die Liste der institutionellen Sponsoren – der Großteil des Geldes kommt von staatlichen und internationalen Institutionen – kann sich sehen lassen.

Attali verschaffte dem damaligen Rothschild-Banker Emmanuel Macron, den in Frankreich niemand kannte, geschweige denn außerhalb, 2014 die Einladung zur Bilderberger-Konferenz. Zwei Monate später wurde Macron unter Hollande neuer französischer Wirtschaftsminister. Und wenn Macron zuvor als Investmentbanker bei Rothschild tätig war, dann hatte er auch diese Stellung Attali zu verdanken, der ihn 2008 dort untergebracht hatte.

ENA-Absolvent Macron

Wie Attali war auch Macron ein ENA-Absolvent, Abschlussklasse „Leopold Senghor“ 2004. Ein Rekrutierungs-Reservoir. 

Attali, Macrons Protegé, stellte sicher, dass Macron rechtzeitig, das war 2016, das sinkende Schiff der Sozialistischen Partei (PS) und der Regierung Hollande verlässt, um kurze Zeit später als makelloser Wunderknabe aus dem Zylinder gezaubert und als Präsidentschaftskandidat in Stellung gebracht zu werden.

Bilderberger und „Jüdischer Weltkongress“

Der „Pate“ Attali ist nicht nur Bilderberger, sondern auch Vorstandsmitglied des sogenannten „Jüdischen Weltkongresses“ (WJC), der allerdings keineswegs für alle Juden der Welt spricht. Zu zweifelhaften Ehren ist dieser Verein 1986 durch die von ihm initiierte „Waldheim-Affäre“ gelangt, durch die der österreichische Bundespräsident und ehemalige UNO-Generalsekretär Kurt Waldheim letztlich auf der „Watchlist“ der USA landete (= Einreiseverbot).

In allen Zirkeln zuhause

Überhaupt ist Attali ein Tausendsassa. Er ist Conférencier, eloquenter Gast in Talkshows und dozierend-väterlicher Alleinunterhalter. Zudem ist er Autor zahlreicher Bücher. Manche befassen sich mit Wirtschaft, andere mit dem Judentum, wieder andere mit gesellschaftspolitischen Fragen. Letztere spiegeln sein Denken wider und lassen hinter der stets freundlich lächelnden Fassade einen schaurig-düsteren Zug erkennen.

Für Legalisierung der Euthanasie

So ist er der Überzeugung (erstmals in seinem Buch „L’Avenir de la vie“, 1981), dass ältere Menschen, sobald sie mit 60 oder 65 Jahren in Pension gehen, nur noch „teuer“ seien. Sie „produzieren“ nicht mehr, kosten aber die Staatskassen wegen der Gesundheitskosten viel Geld.

Attali gehört keineswegs zufällig zu den Wortführern für eine Legalisierung der Euthanasie. „Die Euthanasie wird ein wesentliches Instrument unserer künftigen Gesellschaften sein“, so Attali begeistert, der die Euthanasie als Ausdruck „sozialistischer Logik“ rühmt.

Attali, selbst 74 Jahre alt, meinte damit offensichtlich nicht sich selbst. Wenn Oligarchen, wie er, über die Welt nachdenken, der sie mit Nachdruck ihre Rezepte „nahelegen“, meinen sie immer, was aus ihrer Sicht „die Massen“ sind. Sich und Ihresgleichen nehmen sie von der Fremdbestimmung aus.

Homosexualität, Pädophilie, Polygamie

Ein weiteres Steckenpferd Attalis ist die „Polyamorie“ (sein Buch „Amours“, 2007). „Eines Tages wird das Liebesgefühl so intensiv sein, dass jeder [zugleich] mehrere, verschiedene Sexualpartner haben kann“. Das führe unter anderem zur „Polyfamilie“, da „jeder mehreren Familien angehört“. Attali phantasiert, dass in der von ihm prognostizierten und gewünschten Zukunft „jede Form von Sexualität“ praktiziert werde (Homosexualität ohnehin, aber auch Pädophilie, Polygamie usw.), dass Kinder von „künstlichen Gebärmüttern“ gezeugt und dadurch neue Formen des Inzest umgesetzt werden können und jeder jederzeit „von einem Geschlecht zum anderen wechseln“ könne.

2013 schlug Attali im Sinne einer multikulturellen Zukunft Frankreichs (letztlich der ganzen Welt) vor, den großen Festen „laizistische Namen“ und eine neue Bedeutung zu geben. Weihnachten solle ein „Fest der Kinder“ und Ostern ein „Fest der Freiheit“ werden.

Zusammenarbeit mit Badinter

Zusammen mit dem sozialistischen Juristen Robert Badinter, 1981 bis 1986 Justizminister unter Premierminister Laurent Fabius und Staatspräsident Mitterand, dann Mitglied des französischen Senats, gründete Attali die Vereinigung „Sozialismus und Judentum“, die Mitglied des „Zentralrates der Juden in Frankreich“ (CRIF) wurde. Badinter war bis zu seinem Tod mit Elisabeth Badinter-Bleustein verheiratet, der Hauptaktionärin der „Publicis Groupe“, eine der drei größten, internationalen Werbeagenturen mit einem Jahresumsatz von zehn Milliarden Euro. Badinters Agenturen kümmern sich darum, wie Menschen über was denken und reden.

2016 forderte Attali „mehr Einwanderung“ und „den Ausschluss Ungarns aus der Europäischen Union“, weil es sich der Einwanderungsagenda widersetzt.

„Erfinder“ von Emmanuel Macron

Attali ist der „Erfinder“ von Emmanuel Macron, mit dem er den globalistischen Kräften 2017 erneut den Wahlsieg sicherte, obwohl Hollandes Sozialisten so abgewirtschaftet hatten, dass sie nur noch die Unterstützung von zehn Prozent der Franzosen hatten. Attali ließ die Franzosen mit Hilfe einer willfährigen Presse und einer ausgeklügelten PR-Strategie vergessen, dass Macron bis zum Tag zuvor Mitglied derselben Sozialistischen Partei und unter Hollande sogar Minister war. Das war wirklich ein „Meisterstück“.

Attali zog die Fäden von Macrons Karriere, Attali ist Macrons „Pate“, und Attali war es, der bereits im Februar 2015 im Fernsehsender BMF TV das Programm „des zukünftigen Staatspräsidenten“ verkündete. Darin forderte er als „unabwendbare Notwendigkeit“, noch „mehr Europa“, indem es für die Euro-Länder nicht nur eine gemeinsame Währung, sondern auch einen gemeinsamen Haushalt geben solle.

„Volle Legitimität für Maßnahmen zur Einschränkung der Redefreiheit“

Als Manuel Valls 2014 als Premierminister vereidigt wurde, tagte zur selben Zeit der Vorstand des „Jüdischen Weltkongresses“ in Paris. Mit Attali, David Rothschild und Roger Cukierman nahmen führende Vertreter des vom WJC vertretenen Judentums an der Vereidigungszeremonie teil. Valls war kurz zuvor wegen seines „entschlossenen“ Vorgehens gegen den Schauspieler Albert Dieudonné vom Weltkongress gelobt worden. Der Weltkongress beglückwünschte Valls zur Einsicht, dass „Maßnahmen zur Einschränkung der Redefreiheit volle Legitimität“ hätten.

Forderung nach noch mehr Einwanderung

Inzwischen zeichnet sich in der EU ein Stimmungsumschwung ab, weil in immer mehr Ländern die Politik der „offenen Türen“ abgelehnt wird. Ungerührt, oder gerade deshalb, wiederholte Attali im Juni seine Forderung nach mehr Einwanderung. Er variierte das Thema, doch unterm Strich bleibt die Botschaft gleich:

Um die Katastrophe zu vermeiden, haben wir keine andere Wahl, als so schnell als möglich zu verstehen, dass es in unserem Interesse ist, diesen benachbarten Kontinent massiv zu entwickeln, um seinen demographischen Übergang zu beschleunigen; die Ankunft der Migranten auf unserem Kontinent zu organisieren; und die Bedingungen zu schaffen für eine temporäre oder dauerhafte Aufnahme von Millionen von Menschen aus der Wiege der Menschheit und ihre Integration in unsere Kulturen – und nicht nur in unsere Fußballmannschaften.


December 4, 2018

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