Religion, Macht und Magie bei den Schwarz-Afrikanern

(und der Verlust der höheren Seele weltweit)

Source: Fassadenkratzer 28. September 2018

Es wird uns gerne eingeredet, alle Menschen seien in ihrem seelischen Befinden und ihrer Bewusstseinsverfassung gleich. Zwischen den Gruppierungen, die man fälschlicherweise noch Rassen nenne, bestünden genetisch kaum Unterschiede. Es gebe daher gar keine Rassen. – Indem man Unterschiede so an nur mikroskopisch wahrnehmbaren Genen festmacht, schaltet man alle anderen Sinneswahrnehmungen aus, mit denen Forscher das volle Leben der Völker und Rassen in ihrer Vielfältigkeit erlebt, erfasst und beschrieben haben.

Wir sind gut beraten, wenn wir uns angesichts dessen, dass Tausende junger Schwarzafrikaner ins Land geströmt sind und weiter strömen, bei den Afrika-Forschern über die Mentalität und die kulturellen Hintergründe der Schwarz-Afrikaner erkundigen, um ihr positives und negatives Verhalten zu verstehen. Nur die Erkenntnis der Wirklichkeit kann zu einem angemessenen eigenen Verhalten und zu sinnvollen Lösungen der Probleme führen, die mit diesem Teil der Massenimmigration verbunden sind. Es seien daher zu den Aspekten, die hier bereits beschrieben wurden, weitere wesentliche hinzugefügt.

Religion

Es soll nicht um den Islam gehen, den in Nord-, Westafrika und Teilen Ostafrikas die hamitischen Völker sowie im Sudan Schwarz-Afrikaner angenommen haben, sondern um die ursprünglich afrikanischen Religionen, speziell diejenigen der Negervölker, die trotz verschiedenartiger Ausprägungen zahlreiche grundlegende Gemeinsamkeiten aufweisen. Dabei muss man bedenken, dass sich die sozialen Strukturen vieler afrikanischer Stämme seit dem Beginn der Kolonisation durch die Europäer in der Mitte des 19. Jahrhunderts allmählich aufgelöst haben, insbesondere in den entstehenden Städten, womit auch vielfach eine gewisse religiöse Entwurzelung eintrat, die aber nicht Religionslosigkeit bedeutet. „Nur sehr wenigen Stämmen wie den ihrer kulturellen Tradition besonders bewussten Yoruba in Nigeria ist es gelungen, ihre ursprüngliche Religion mit einem vollständigen Pantheon zu bewahren.“ Allerdings sind auch Islam und Christentum, das im größten Teil Zentral- und Südafrikas verbreitet wurde, „vor allem im Bereich der Volksreligiosität außerhalb der großen Städte oft nur ein dünner Firnis, unter denen sich die alten Religionen teilweise synkretistisch (vermischt mit anderem) erhalten haben, und bei zurückgezogen lebenden Völkern findet man sie durchaus noch in der Reinform“ 1

Die Religion spielte und spielt noch vielfach für die Afrikaner eine ähnlich große Rolle, die sie in der vorderasiatisch-abendländischen Entwicklung in den ägyptischen und mesopotamischen Hochkulturen (ca. 3.000-1.000 v. Chr.) und in noch älteren Zeiten eingenommen hatte. Religion bildete keinen separaten Teil des irdischen Lebens, sondern durchdrang alle Lebensbereiche. Alle Kulturen und gesellschaftlichen Ordnungen gingen aus religiösen Erfahrungen hervor, die sie bestimmten und prägten. Die Verbundenheit mit einer übermenschlichen Welt geistiger Wesen ist für den Schwarz-Afrikaner das grundlegende Element des irdischen Lebens, in das dieses vollkommen eingetaucht ist. Und „die Ahnen, die oft als Mitglieder der Familie betrachtet werden, haben ihren Platz unter den wichtigsten kosmischen Mächten, und vor allem in den westafrikanischen Religionen bestimmen sie weitgehend deren Charakter, wirken schützend und helfend in das Alltagsleben hinein, wie die Wächterfiguren in zahlreichen afrikanischen Kulturen auch figürlich demonstrieren“ (Wikipedia).

Jedes Ereignis im Leben hat für das Empfinden des Schwarz-Afrikaners letztlich übernatürliche Ursachen, da alles Irdische aus den Taten der Götter hervorgeht. Und „die Vorstellung einer Lebenskraft, die die diesseitige mit der metaphysischen Welt verbindet“, steigt aus dem Erleben des gemeinsamen Stromes allen Lebens auf und bildet ein zentrales Element der religiösen und gesellschaftlichen Anschauung. „Das Leben ist das eigentliche Gut, und alle Tätigkeit des Menschen zielt nur auf Mehrung und Ausdruck der Lebenskraft“, schrieb der Senegalese Léopold Sédar Senghor.2 Daher entstand das kultische Leben vielfach aus Fruchtbarkeitsriten, die eine Verbindung zum geistigen Menschsein jenseits von Zeugung und Tod herstellen. So berichtete der bedeutende Ethnologe Leo Frobenius 1928 aus seinen Forschungsreisen: „Denn Leben heißt ja hier nicht die Spanne zwischen Geburt und Tod. Kein Mensch ist nur der, der hier über die Scholle wandelt; er ist auch Leben der Vergangenheit, Wiederverkörperung, Fortführung, der Zukunft Verantwortlicher. Unendlich weit ist das All, in die Zeit hinaus erstreckt sich solche Sehnsucht.“ 3

Und der Biologe Wolfgang Schad schreibt nach seiner eigenen Forschungsreise dazu:
Die Wiedergeburt ist bei ihnen nicht Lehre, sondern Leben. Daraus erfließt die restlose Ehrfurcht vor dem Kinde. Bei der Geburt begrüßt man ehrerbietig den Urahnen, und wer wird schon den Urgroßvater im Kinde schlagen oder mit ihm zanken, zu dem er selbst mit seinen Eltern gebetet hat? Jedes Kind ist die neue Bestätigung der Zusammengehörigkeit mit den Verstorbenen. So wird auch der alternde Mensch mit tiefer Verehrung beschenkt, denn er wird bald derjenige sein, zu dem als einem Vertrauten und Bekannten man sich in der Geisteswelt wenden kann und um Hilfe bitten kann, wenn er bald gestorben sein wird. Stirbt ein junger Mann in der Fülle seiner Kraft, so trauern alle. Stirbt der hochbetagte Greis, so jubelt die Sippe und feiert fröhliche Feste. Er ist am Ziel angelangt, von der Welt des Sichtbaren zur Welt des Unsichtbaren die rechte Brücke erneut zu bauen.“ 4

Der schon erwähnte Afrikaforscher Leo Frobenius bemerkte auf der Suche nach dem ganzheitlichen Charakter, der alle Einzelheiten der afrikanischen Kulturen beherrscht, dass die Stämme von zwei Strömen gelenkt und sozusagen für ihr Leben bestimmt und belehrt wurden: den vielfältigen Kräften der Natur, in die sie eingefügt sind, und höheren Mächten, die wiederum die Natur mit ihren Kräften durchdringen. So nannte er diesen ganzheitlichen Charakter mit dem griechischen Wort „Paideuma“, was Erziehung bedeutet. Jedoch würden dem normalen Menschen beide Lehrmächte vielfach nicht voll durchschaubar sein, wenn nicht in jeder Kultur Menschen aufträten, die eine höhere, hellsehende Erkenntnis dieser Mächte hätten und sie kulturschöpfend, -belebend und –erneuernd ihren Mitmenschen vermittelten.

Das waren zu allen Zeiten die in diese Aufgabe Eingeweihten, die offen oder im Verborgenen, exoterisch oder esoterisch ihren Kulturen vorangingen. Im Mythenschatz gerade der afrikanischen Kulturen, aber auch in der Sukzession der Stammespriester und Medizinmänner leben ihre Nachwirkungen. Gerade an den afrikanischen Kulturen lässt sich ablesen, wie außerordentlich stark für sie die Anbindungen an das Einweihungswesen waren. Afrikanische Geschichte vollzog sich eben nicht durch die Anreicherung schriftlicher Inhalte, die etwa erst die Kulturidentität sicherten, sondern durch die immer wieder fällige Aufnahme übersinnlicher Impulse, die die religiösen Führer vermittelten.“ 5

Der britische Afrikaforscher Basil Davidson schreibt dazu:
„Weil religiöse Überzeugungen und Gebräuche im Leben Afrikas eine so bedeutende Rolle spielen, kam den Hütern der Tempel und Heiligtümer größte Bedeutung zu. … Teils beruhte ihre Autorität auf umfangreicher Kenntnis der Kräutermedizin, verbunden mit psychologischem Einfühlungsvermögen und intimer Erkenntnis lokaler Verhältnisse, teils erwuchs sie aus dem allgemeinen Vertrauen in die Fähigkeit der Priesterschaft, eine Verbindung mit der Geisterwelt herzustellen. … Solche Fähigkeiten setzen langjährige Übungen voraus. … In Aschanti musste ein Novize ein Studium von 3 Jahren absolvieren; während dieser Zeit nannte man ihn mit dem Gott „verheiratet“.

Damit hängt der hierarchische Charakter der religiös-sozialen Stammesordnung zusammen. Die religiösen Führer waren entweder zugleich die weltlichen Häuptlinge und Könige oder deren Erzieher und einflussreiche Ratgeber. Sie repräsentierten auf Erden gleichsam den Gruppengeist, den Gott des Stammes, der diesem das besondere Gemeinschaftsgepräge gab. Der normale Mensch war ein unselbständiges Glied dieses ihn von außen religiös, moralisch und lebenspraktisch lenkenden Ordnungsgefüges; er war unmöglich imstande, sein Leben außerhalb dieser Hülle aus eigener Erkenntnis selbständig führen und bestimmen zu können.6

Verschollene Hochkulturen

Als die Araber vor tausend Jahren in Teile Afrikas vordrangen und die Europäer ab dem 15. Jahrhundert im Zuge ihrer Entdeckungsfahrten die Küsten und Teile des Inneren erkundeten, stießen sie zu ihrem Erstaunen auf hochentwickelte Kulturen. Die Portugiesen, die unter Vasco da Gama 1498 als erste Europäer die Ostküste Afrikas hinaufsegelten, ankerten in Hafenstädten, die, wie B. Davidson schreibt, „so prächtig waren wie die meisten, die sie in Europa gekannt haben könnten. Sie sahen einen blühenden Seehandel mit Gold, Eisen und Elfenbein, Schildplatt, Perlen, Kupfer, Baumwolltuch, Sklaven und Porzellan; sie sahen, dass sie in eine Handelswelt gekommen waren, die größer und vielleicht reicher war als irgendetwas, das Europa kannte. Diesen europäischen Seeleuten der letzten Jahre des 15. Jahrhunderts muss die Küste Ostafrikas nicht weniger zivilisiert erschienen sein als ihre eigene Küste von Portugal. Im Hinblick auf Reichtum und die Kenntnis seiner größeren Welt muss sie ihnen erheblich zivilisierter erschienen sein.“7

Schad fügt dazu an, dass allein in den folgenden 25 Jahren Portugal 247 Schiffe ausrüstete, die fast jährlich über Ostafrika nach Indien segelten und die gesamte Ostküste so plünderten und brandschatzten, dass diese Stadtkulturen rasch vernichtet waren.

Davidson weist auch auf eine Reihe großer Handelsstaaten hin, die in den ausgedehnten Steppengebieten Nordzentralafrikas vom 8. Jahrhundert bis zur Kolonialzeit existierten. „Das erste dieser Reiche war Ghana, das sich um 700 n. Chr. im westlichen Sudan bildete und im 13. Jahrhundert zerfiel. Das zweite war das Malireich, das Ghana im wesentlichen auf dem gleichen Territorium folgte, sich aber über weitere Gebiete ausdehnte und zu einem großen politischen System entwickelt. Nach seinem Aufstieg im 13. Jahrhundert verfiel es im 15. Jahrhundert und löste sich 100 Jahre später ganz auf. In zeitlicher Überschneidung mit Mali existierte etwa 1350 bis 1600 ein drittes Reich, das Königreich Songhai, das sich weiter ostwärts zum Tschadsee hin ausdehnte.“ 8
Auch in den Wäldern gab es große, gut organisierte Königreiche wie „Benin“ z.B., mit dem die Portugiesen 1486 in Berührung kamen und lange Handelsbeziehungen pflegten.

Allgemeiner Niedergang der Kulturen

Darin zeigt sich, dass diese Hochkulturen Schwarz-Afrikas allgemein aus inneren Gründen in die Dekadenz gekommen und verfallen sind, was durch die europäischen Entdecker ab dem 15. Jahrhundert und dann spätesten durch die europäischen Kolonisatoren ab Mitte des 19. Jahrhunderts beschleunigt und vollendet wurde. Das heißt, die Menschen verloren immer mehr die Hülle der religiös verfassten Stammesgemeinschaft, die ihr Leben bestimmte und umsorgte. Sie wurden sozusagen religiös und sozial entwurzelt, am radikalsten in den durch die Europäer entstehenden Städten. „Wir müssen uns immer wieder klarmachen, dass jenes Lebensgemälde, welches die Völkerkunde auszufüllen versucht, nur noch künstliche Rekonstruktion dessen ist, was der Vergangenheit angehört.“ 9  Was wir heute vorfinden, sind Überreste weitgehend verfallener und weiter verfallender Kulturen.

Dekadenz der Religion bedeutet, dass die traditionellen guten Götter und Geister im religiösen Vollzug der Rituale und Gebete immer weniger erreicht werden und ihre Stelle niedere, böse Wesen und Dämonen einnehmen. Der Südafrikaner Laurens van der Post, der tief mit den Eingeborenen Afrikas vertraut war, schilderte in seinem Roman „Flamingofeder“ den Tod des eingeweihten Königs des Stammes der Amangtakwena, der sich um die Zukunft seines Volkes große Sorgen machte, dass es ja ausreichend Impressionen und Imaginationen der guten göttlichen Welt erhalte. „Am Tage seines Sterbens sagte `Nkulixo seinem Bruder, er werde nun einen Traum für alle am Großen Flamingowasser vorbereiten, denn kein Volk könne lange hindurch ohne Träume leben. Wenn es keine wahren Träume hat, würden falsche aufgezogen werden, um deren Platz einzunehmen.“ 10

Hexenzauber

Eine durchgehende religiöse Dekadenzerscheinung „falscher Träume“ ist der in ganz Afrika verbreitete Hexenglaube. Als Hexen werden in der Regel böse Geister angesehen, die Menschen, zumeist Frauen und Mädchen, von sich besessen machen und durch diese Unheil bringend auf andere Menschen mit magischer Zauberkraft wirkten, oft auch so, dass „sie nachts aus der menschlichen Hülle schlüpfen und in dunkler Mission“ ausflögen.11

Der Hexenglaube ist in allen afrikanischen Völkern, Kulturen, Schichten, Milieus verbreitet. Er begegnet uns in den Geheimbünden und Maskentänzen auf den Dörfern oder in den Satanskulten der Großstädte. Oder beim Fußball, wenn ein Sangoma das Tor des Gegners verwünscht. Oder in der hohen Politik bis hinauf zu den Präsidenten. Dodoklounon Tozé, ein féticheur aus Benin, erzählte mir, er werde gelegentlich vom gabunischen Staatschef Omar Bongo gerufen, um vor einer wichtigen Entscheidung Fâ, das Orakel, zu befragen. Magische Mächte und Geister, juju, shetani, tokoloshi, djinnés, treiben allerwegen ihr Unwesen, Neidpfeile und böse Blicke schwirren durch den Äther, aus der Erde steigen todbringende Miasmen. Hexen und Zauberer lenken rächend oder schützend das Schicksal der Sterblichen. Man fällt bei einer Prüfung durch. Die fetteste Ziege stirbt. Die Feldfrüchte verdorren. Aus der Haut quellen Eiterpusteln. Ein Geschäft läuft schief. Das Auto überschlägt sich. Ein Kind stirbt. Das Erzböse, Unheilvolle ist allgegenwärtig, es lässt sich nur bannen, wenn man seine Medien, die Hexen, ausrottet.“ 12

Dieser Wahn, die Ursachen allen Unheils in durch Menschen wirkenden Hexen und Dämonen zu sehen, hat ungeheuer negative soziale Auswirkungen. Er dient vielfach dazu, aus niedersten Beweggründen andere Menschen zu denunzieren, so dass sich ein allgemeines Klima der Angst und des Misstrauens verbreitet.

„Zuerst werden Außenseiter denunziert, Käuze und Krüppel, Eigenbrötler, Einzelgänger. Oder Fremde, Wanderarbeiter, fliegende Händler. Es können auch besonders hübsche, erfolgreiche, kluge Menschen sein, die das Mittelmaß überragen. Oft sind die Anschuldigungen willkürlich, von Neid und Missgunst getrieben – eine mörderische Methode, um Konkurrenten und Nebenbuhler loszuwerden. Auch wer das Gleichheitsgebot der Armut verletzt, wer etwas besitzt, ein Auto, Nike-Turnschuhe oder einen Ghettoblaster, und nicht teilt, wird verteufelt. Man unterstellt ihm, er habe die Dinge mit Hilfe diabolischer Mächte erworben. Niemand käme auf die Idee, dass sie sich seiner Leistung oder Sparsamkeit verdanken könnten.“ 13

Diesen Hexenzauber in Afrika darf man nicht mit der europäischen Hexenverfolgung im Mittelalter gleichsetzen. Diese war von der Kirche inszeniert, um aus Machtgründen übersinnliche Fähigkeiten auszurotten, mit denen noch kräuterkundige Frauen begabt waren, und die natürlich auch von böswilligen Menschen zur Vernichtung missliebiger Nachbarn benutzt wurden. In Afrika handelt es sich um ein flächendeckendes Phänomen dekadenter spiritueller Erfahrungen.

„Die Dämonen und Hexen werden nicht nur als wirkmächtige, sondern als real existierende Wesen wahrgenommen. Sie bevölkern einen Imaginationsraum, den man sich vorzustellen hat wie eine zweite Realität, in der Fakten und Fiktionen, Mythos und Wahrheit, Sein und Schein verschwimmen, so wie im Ahnenglauben der Afrikaner Leben und Tod ineinander fließen. Diese „zweite Welt“ sei zur ersten geworden, stellt Filip de Boeck fest. Es ist ein irrationales Paralleluniversum, in dem Aids von Hexen verbreitet und durch den Verkehr mit Jungfrauen kuriert wird, in dem es Zombies regnet und die Strichcodes auf importierten Waren als Beweis der Weltherrschaft des Westens gedeutet werden.“ 14

Gesellschaftliche Folgen

Dies alles hat gravierende gesellschaftliche Folgen, die neben der kolonialen und nachkolonialen Ausbeutung durch die europäischen Mächte und Kapitalgesellschaften den eigenen Anteil Afrikas an der Verarmung und Stagnation jeder positiven Entwicklung ausmachen.

„Der Philosoph Valentin Yves Mudimbe zählt … den Hexenglauben, zu den größten Entwicklungsblockaden Afrikas. Wäre der Mann nicht Kongolese, er geriete unter Rassismusverdacht. Denn dass die Misere zwischen Dakar und Daressalam auch etwas mit den Afrikanern selbst zu tun haben könnte, mit ihrer Kultur, ihren Traditionen, ihrem Glauben, ihrer Mentalität, ist in der westlichen Dritte-Welt-Gemeinde ein geradezu unanständiger Gedanke.

Die Angst, sagt der nigerianische Literat Chinua Achebe, sei das große Problem seines Erdteils. Krieg, Gewalt und Elend vergällen das Leben zahlloser Afrikaner, Millionen hungern, Millionen sind auf der Flucht, Millionen sterben an Aids oder Malaria. Staatsattrappen wie der Kongo, Somalia oder Liberia zerfallen, vielerorts herrschen Chaosmächte und das darwinistische Recht des Stärkeren. Es kommt den Afrikanern manchmal vor, als hätten sich alle Teufel gegen sie verschworen. Sie müssen um ihr Leben fürchten, wenn sie einen schrottreifen Kleinbus besteigen, sich ein unbekanntes Virus einfangen oder den Weg eines mit Drogen vollgepumpten Kindersoldaten kreuzen. Der Alltag des Schreckens nährt ihre Hoffnungslosigkeit, viele fallen in Agonie, verzweifeln, werden anfällig für spirituelle Heilsversprechen. Gleichzeitig sehen sie das Luxusleben und die Prahlsucht der korrupten Eliten, und auch der sagenhafte Wohlstand des Nordens bleibt dem hintersten Urwalddorf nicht mehr verborgen – auch dort flimmert ein Fernsehkasten.

Jeden Tag fragen sich Millionen von Afrikanern: Wie können die Weißen Raketen ins All schießen und Computer bauen? Warum sind sie so reich und wir so arm? Und jeden Tag antworten sich Millionen: weil sie mit übernatürlichen Mächten im Bunde sind und die besseren Hexen haben. … Das pauperisierte Volk glaubt, dass sich der Wohlstand irgendwie herbeizaubern lasse – und handelt danach. Die Anthropologen Jean und John Comaroff haben dafür den Begriff „okkulte Ökonomie“ geprägt: Er umschreibt die Anwendung magischer Mittel zur Erzeugung materieller Reichtümer, Mittel, die rational nicht erklärbar sind und oft auf der Vernichtung anderer Menschen beruhen.

So wird der Hexenglaube zu einem Instrument der sozialen Kontrolle, ja, des Terrors, das die Macht- und Besitzverhältnisse zementiert, gesellschaftlichen Aufstieg verhindert, die Tüchtigen bestraft, die Menschen mental lähmt, die Entwicklung zum modernen homo oeconomicus blockiert. Er sei ein fait social total, der sämtliche Sphären der Gesellschaft durchdringe, befindet der Schweizer Ethnologe und Journalist David Signer.“ 15

Dekadenz der Blutsgemeinschaft

David Signer schildert aus einer Forschungsreise ein Gespräch mit einem jungen Schwarzen, der insbesondere die zersetzenden Auswirkungen des Hexenwahns auf die früher tragende und umhüllende Gemeinschaft der Sippe beschreibt:

„Jean-Claude ist ein junger, intelligenter Mann in einer Kleinstadt der westafrikanischen Côte d’Ivoire. Wie so viele seines Alters verbringt er seine Zeit vor allem mit nichts. In einem Gespräch beklagte er sich, dass es keine Arbeitsplätze gebe und die Wirtschaft in ganz Afrika stagniere.
´Aber weisst du, was das eigentliche Hindernis für eine Entwicklung in Afrika ist?`, fragte er mich plötzlich und antwortete gleich selbst: ´Hexerei`.
´Meinst du wirklich Hexerei oder bloß den Glauben an Hexerei?`, fragte ich.
´Hexerei. Hexerei ist real. Hexer essen am liebsten Erfolgreiche, Studenten, junge, hoffnungsvolle Talente aus der eigenen Verwandtschaft. Der Hexer entführt nachts das unsichtbare Double eines Familienmitglieds und verteilt die Beute im Hexenzirkel. Der ‹Gegessene› verliert seine Lebenskraft, wird krank und stirbt. Das nächste Mal ist ein anderer aus dem Hexenklub dran, einen Verwandten zu offerieren. So geht das immer weiter. Hast du einmal mitgegessen, stehst du in ihrer Schuld. Opferst du dann nicht regelmäßig jemanden von den Deinen, geht’s dir selbst an den Kragen`. …

Es reicht nicht, die Leute aufzuklären. Denn der Druck der Verwandtschaft auf jenen, der etwas hat, ist da, ob er das nun «Hexerei», «Gier» oder «Missgunst» nennt. Die Bittsteller sind nie zufrieden, und die Verwandtschaft ist tendenziell unendlich. Dass «Hexerei» kein Problem der Psychologie oder des Aberglaubens ist, zeigt schon die Tatsache, dass jemand wie Jean-Claude das Problem haarscharf erfasst und ihm trotzdem nicht entkommt. «Hexerei» ist ein Mittel par excellence, mit dem eine konservative Gesellschaft den Status quo beizubehalten versucht, den Wandel unterdrückt oder, wo er unvermeidlich ist, leugnet.“ 16

Wie sehr die Verwandtschaft die Entfaltung des Einzelnen verhindert, zeigt sich David Signer am Beispiel eines anderen jungen Mannes, Abou, der jedoch im Gegensatz zu Jean-Claude immerhin über ein kleines Einkommen verfügt, da er am Rande des Busbahnhofs eine Telefonkabine unterhält.Aber unterm Strich geht es ihm auch nicht besser als seinem arbeitslosen Landsmann:

„´Eigentlich bringt es mehr, nichts zu tun als zu arbeiten`, sagte er mir eines Tages, als ich auf eine Verbindung wartete. ´Warum?`, fragte ich.
´Weil es auf dasselbe rauskommt. Jeden Tag kommen zehn Leute, um mich anzupumpen. Weitere zehn kommen, um auf Kredit zu telefonieren. Sie reden auf mich ein, bis ich nachgebe. Es hat so viel Bargeld in der Schublade, ich kann nicht sagen, ich hätte nichts. Und ich kann auch nicht abhauen. Sie können mich den ganzen Tag bearbeiten, bis sie kriegen, was sie wollen. Und Ende des Monats habe ich zwar gegessen, aber stehe ohne einen Sou da, genauso wie die, die mich angepumpt haben und selber nicht arbeiten. Du siehst mich seit zwei Jahren jeden Tag hier schwitzen, aber ich bin keinen Zentimeter vorwärts gekommen. Ich möchte nach London, ich muss weg.`
Wie zur Illustration dieser Situation hat Abou zwei Sprüche auf die Wand hinter sich geschrieben:
´Die Hölle, das sind die andern` und ´Was ist der Mensch ohne den Menschen?`.
Man kann das afrikanische Dilemma aus Gemeinschaftlichkeit und Kannibalismus kaum
prägnanter ausdrücken.
Durch diesen Verhaltenskodex wird man in eine widersprüchliche Anforderung verstrickt: Man muss die Familie ehren, unterstützen, die Kontakte pflegen und regelmäßig Besuche mit Geschenken im ´Dorf` machen. Wer alle Taue kappt, riskiert, verhext zu werden. Deshalb meiden viele, die ihr Glück in der Stadt gemacht haben, ihre Verwandten zu Hause und machen sich rar. Damit erhöhen sie aber die Gefahr bloß, dass die ´Zurückgebliebenen` ihnen grollen.“ 17

Kannibalismus

Doch es bleibt nicht beim seelischen „Kannibalismus“ des „unsichtbaren Doubles“ eines Menschen, sondern geht vielfach in realen leiblichen Kannibalismus über – eine Grausamkeit, die für uns jenseits aller Fassungskraft liegt. Vor allem aus den Bürgerkriegen in Liberia, Sierra Leone, im Sudan und in Uganda z.B. werden schauerliche Dinge von Kannibalismus berichtet, die sich nicht als Einzelfälle verharmlosen lassen:

Der ehemalige liberianische Rebellenführer Milton Blahyi, inzwischen zum christlichen Priester konvertiert, „behauptet in einem Interview mit der BBC, während des Bürgerkrieges in Liberia von „einem Dämon“ besessen gewesen zu sein: Vor den Schlachten habe er Menschen geopfert, um sich die Gunst der Götter für den Sieg zu sichern. Teil der Opferzeremonien sei gewesen, ´ein unschuldiges Kind zu töten und ihm das Herz herauszureißen, das dann aufgeteilt und gegessen wurde`. …
Blahyis Geständnis vor der Wahrheitskommission (in Liberia) belegt, wie im liberianischen Bürgerkrieg archaische Sitten wieder auflebten. In der Ausnahmesituation des blutigen Konflikts suchten manche Soldaten Zuflucht bei Geistern. Blahyi, der bereits als Elfjähriger traditionelle Priesterweihen empfangen hatte, handelte in seinen Truppen nach alten mystischen Traditionen. Er habe sogar zögerliche Mitstreiter überzeugt, dass es wichtig sei, vor Schlachten Menschenopfer zu bringen. „Sie wollten, dass ich die Rituale im Verborgenen durchführe, aber manche Opferhandlungen sollen eine Zeremonie sein, deshalb machten meine Jungs und ich das auch vor den anderen.“ Woher er die Kinder nahm, wollte Blahyi nicht sagen.“ 18

„Am Special Court for Sierra Leone in Den Haag steht derzeit (2008) der ehemalige liberianische Präsident Charles Taylor unter Anklage. … Im Rahmen dieses Prozesses gab der als Zeuge geladene Joseph Marzah eine Fülle von Gräueltaten zu Protokoll, zu denen, seinen Aussagen zufolge, Taylor den Befehl dazu gab. Nach Marzahs Angaben hatte der ehemalige Präsident einen Poro-Geheimbund begründet, dem auch der Zeuge und Taylors Oberbefehlshaber Benjamin Yeaten angehörten. Taylor soll der „Dankpannah“ des Geheimbundes gewesen sein, der die Befehle erteilte. Zuerst sprach Marzah davon, dass in diesem geheimen Poro die Lebern von Menschen gegessen worden seien, dann berichtigte er sich, er hätte die Herzen gemeint. Marzahs Aussagen wirkten nicht nur deshalb bizarr, weil er zahlreiche eigene Akte von Kannibalismus schilderte, sondern auch, weil sowohl er als auch Taylors Verteidiger Courtenay Griffiths mit den Kampfnamen der Kriegsverbrecher operierten – was zur Folge hatte, dass er immer wieder darauf angesprochen wurde, das Herz von „Superman“ gegessen zu haben – einem liberianischen Sankoh-Söldner namens Dennis Mingo. Marzah zufolge soll Taylor das Essen menschlicher Körper aber nicht nur in rituellem Rahmen angeordnet haben, sondern auch zur Nahrungsergänzung.“ 19

Weitere Beispiele siehe Anmerkungen20, einen grauenvollen Verdacht in Italien21

Ausblick

Die afrikanischen Menschen befinden sich in einem historischen Auflösungsprozess ihrer uralten religiösen und kulturellen Lebensformen, der mit zerstörerischen Dekadenzerscheinungen verbunden ist. Dieser Vorgang schmerzvoller Entwurzelung ist nicht rückgängig zu machen. Er bedeutet im Grunde eine ungeheure Wandlung des Bewusstseins im Entwicklungsgang der Menschheit. Der einzelne Mensch wird aus traditionellen Lebensformen, die ihm Halt und Geborgenheit gegeben haben, herausgeworfen und immer mehr auf sich selbst gestellt. Und er wird mit der Notwendigkeit konfrontiert, mit seinen Mitmenschen neue Formen zu finden, die ihren eigenen Lebensbedingungen und ihrer Mentalität angemessen sind.

Dabei haben die Europäer mehr zur Zerstörung beigetragen, als dass sie hilfreich gewesen wären. Was sie an Technik und Industrie Afrika gebracht haben, dient bis heute mit Hilfe korrupter afrikanischer Machtpsychopaten vornehmlich eigennütziger materieller Ausbeutung zu Lasten einer allgemeinen Verelendung großer Menschenmassen.22 Die Europäer konfrontieren die spirituellen afrikanischen Menschen mit einer rein materialistischen seelenlosen Zivilisation, die ihren Seelen keine Nahrung gibt, vor der sie entweder zurückschrecken oder selbst seelenlos werden. Darauf haben einzelne Forscher immer wieder mahnend hingewiesen.
Der Südafrikaner Laurens van der Post berichtete von einem tiefen afrikanischen Märchen, das ihm einmal als Kind seine schwarze Zulu-Amme erzählte, und das er nie wieder vergessen konnte:

„Es war einmal, so sagte sie, eine Person des frühen Geschlechts, die besaß eine wunderschöne Viehherde. … Er führte sie immer selber aufs Feld hinaus, wählte das beste Weideland und sorgte für sie wie eine Mutter für ihre Kinder. … Eines Morgens jedoch, als er in seinen Kral ging, in der Erwartung, die Kuheuter prall mit Milch vorzufinden, war er erstaunt zu sehen, dass sie schlaff, runzelig und leer waren. Er suchte die Schuld bei sich selber und meinte, er habe wahrscheinlich schlechtes Weideland ausgesucht und führte die Rinder zu noch besserem Gras. … aber wiederum waren die Euter am Morgen schlaff und trocken. Zum zweiten Mal wechselte er das Weideland, und trotzdem hatten die Kühe wieder keine Milch. Verstört und misstrauisch beschloss er, bei den Tieren Wache zu halten, sobald es dunkel war.
Mitten in der Nacht sah er voller Erstaunen ein Seil von feingesponnenen Fäden von den Sternen herunterkommen, und über dieses Seil ließen sich einige junge Frauen des Himmelsvolkes … hinabgleiten. Schön und fröhlich, wispernd und leise lachend, stahlen sie sich in den Kral hinein. Dort molken sie mit Flaschenkürbissen seine Kühe leer. Empört sprang er auf, um sie zu fangen. … Schließlich gelang es ihm eine zu fangen, während die übrigen mit den Kürbissen voll Milch zum Himmel hinauf entflohen. … Er war aber nicht traurig; denn die junge Frau, die er gefangen hatte, war die leiblichste von allen. Er machte sie zu seiner Frau, und das Himmelvolk ließ ihn fortan ungeschoren.
Seine neue Frau ging jetzt jeden Tag für ihn auf die Felder arbeiten, während er sein Vieh hütete. Sie waren glücklich, und es ging ihnen gut. Nur eines behagte ihm nicht. Als er seine Frau einfing, hatte sie einen dicht geflochtenen Korb bei sich, fest mit einem Deckel verschlossen. … Ehe sie einwilligte, seine Frau zu werden, hatte sie ihm das Versprechen abgenommen, dass er niemals den Deckel des Korbes abheben und hineinschauen werde, solange sie ihm nicht die Erlaubnis dazu gebe. Wenn er es je täte, würde über sie beide ein großes Unglück hereinbrechen. – Aber die Monate vergingen, und der Mann … wurde immer neugieriger. … Eines Tages lüftete er den Deckel, schaute hinein und brach in Lachen aus.
Als seine Frau abends heimkam, wusste sie sofort, was geschehen war. Sie legte eine Hand an ihr Herz, sah ihn mit Tränen in den Augen an und sagte: ´Du hast in den Korb geschaut.` Er gab es lachend zu und rief: ´Du dumme Frau. Da ist ja nichts drin.` ´Nichts?` fragte sie und hatte kaum Kraft zu sprechen. Daraufhin kehrte sie ihm den Rücken zu, ging geradewegs in den Sonnenuntergang hinein, verschwand und ward auf Erden niemals wieder gesehen. –
Noch heute kann ich die schwarze Magd zu mir sagen hören: ´Und weißt du, warum sie davonging, kleiner Master? Nicht etwa, weil er das Versprechen nicht gehalten hatte, sondern weil er, als er in den Korb hineinschaute, ihn leer gefunden hatte. Sie ging davon, weil der Korb nicht leer war; er war voll von schönen Dingen des Himmels, die sie darin für sie beide aufbewahrt hielt, und weil er sie nicht sehen konnte und einfach nur lachte, war die Himmelsfrau auf Erden zu nichts mehr nütze, und sie verschwand.`
Diese Geschichte scheint mir ein genaues Abbild unserer gefährdeten Lage in der heutigen Welt zu sein – als einzelner Mensch wie als Volk. Der ursprüngliche Geist, der uns solche warnenden Beispiele vorhält, steht in Lumpen und Fetzen da, zurückgestoßen von der zeitgenössischen Mentalität. Lachend, die Gefahr nicht wahrnehmend, lüften wir die Deckel unserer Körbe. In unserer Verblendung erklären wir sie für leer und verlieren infolgedessen unsere Seele, deren uraltes Abbild die Frau ist.“ 23

Der Verlust der höheren Seele, die mit einer guten göttlichen Welt verbunden ist, ist offensichtlich der Gang der Entwicklung über die ganze Erde hin. Überall findet eine Entmythologisierung, Säkularisierung und das Wegbrechen alter Traditionen und Werte statt, auch in Europa. Der Mensch sieht sich in einem Nullpunkt auf sich selbst gestellt, seinen Weg selbst zu bestimmen. Entweder er findet in Freiheit wieder den Anschluss an die höhere Welt, aus der er stammt und die nur seinem Leben Sinn geben kann, oder die Gesellschaften gehen immer weiter den Weg in die innere Leere des Materialismus, der nur weiter in ungeheure Zerstörungen führen muss.

Der Niedergang der Religion und der Verlust der damit verbundenen Stammeskulturen in Afrika sind nicht aufzuhalten, ebenso wenig die Ausbreitung eines technisch-kulturellen Anpassungsprozesses.
Wie aber das eine oder das andere geschieht, haben nicht wir anzugeben, sondern gehört in die Entschlussfindung der Betroffenen. Warum sollte jeder der freien und der letzten noch frei werdenden afrikanischen Staaten die geschichtlichen Kräfte nicht selbst besitzen, eine noch ganz andere Form, eben einen afrikanischen Weg durch das Nadelöhr der Geistentwurzelung zu finden, als es der Westen oder Osten in seiner jeweiligen Weise probieren? …
Das bedeutet aber auch für denjenigen, der im Lande mithelfen möchte, seine Verfahren nicht zu Hause auszudenken, sondern selbst so lange mit den Menschen, denen er helfen will zusammenzuleben, bis er mit ihnen herausfindet, wie es weitergehen kann.“ 24

Menschenverachtende kapitalistische Ausbeutung, damit verbundene Verelendung und Massenmigration sind jedenfalls irrsinnige Wege, die im Grunde auch nur psychopathologisch einzuordnen sind.
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1    Ich folge hier u.a. dem Wikipedia-Artikel Afrikanische Religionen, der einen fundierten Überblick bietet.
2    Zitiert nach W. Schad in: „Mensch und Landschaft Afrikas“, Stuttgart 1978, S. 175
3    a.a.O.
4    a.a.O.
5    a.a.O., S. 211 – 212
6    Afrika. Stämme, Staaten, Königreiche, rororo-Sachbuch 1974, S. 124
7    B. Davidson: Urzeit und Geschichte Afrikas, 1961, zitiert nach W. Schad wie Anm. 2, S. 209
8    wie Anm. 6, S. 77
9    Wolfgang Schad wie Anm. 2, S. 212
10  zitiert nach W. Schad, Anm. 2, S. 212
11  wie Anm. 6, S. 128
12  B. Grill auf zeit.de 15.9.2005

13  a.a.O.
14  a.a.O.
15  a.a.O.
16  David Signer in: Ökonomie der Hexerei, siehe auch seine Erfahrungen mit einem Féticheur: morgenwacht 13.10.17

17  David Signer in Ökonomie der Hexerei
18  spiegel.de 25.1.2008

19  heise.de 23.3.2008,
20  weitere Beispiele: spiegel.de 3.7.2018, Deutsche Welle 28.10.2015 , n-tv.de 6.12.2016,
21  wochenblick.at 22.2.2018
22  Vergl. Der IWF und die Ausbeutung … ; Der Welthunger

23  zitiert nach Wolfgang Schad wie Anm. 2, S. 213 ff.
24  Wolfgang Schad a.a.O., S. 216-217

September 28, 2018

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